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Schlagwetter


Bergbau


Basiswissen


Als Schlagwetter oder schlagende Wetter bezeichnet man im Bergbau explosionsfähige Gasgemische in größeren Ansammlungen.

Was sind Schlagwetter?


Unter Tage bestehen Bergwerke oft aus langen tunnelartigen Gängen (Strecken) und großen Hohlräumen (Kammern) oder Schächten. Diese Räume sind von Luft erfüllt. Das umgebende Gebirge enthält oft Methangas (CH4), das langsam in die Hohlräume eindringt. Besteht die Luft zu 5 bis 14 Volumenprozent aus Methan, kann schon ein kleiner Funke eine große Explosion auslösen. Die Explosion heißt Schlagwetterexplosion, das Gas Schlagwetter oder schlagende Wetter.

Woher kommt das Methan?


Einer der Hauptquellen sind Gesteine mit einem hohen Anteil fossiler Pflanezreste, vor allem Kohle: Vor allem beim Lösen der Kohle aus dem festen Gebirge wird sehr viel Methan frei. Das Methan ist leichter als Luft und steigt nach oben. Es füllt die Hohlräume langsam von oben nach unten auf.

Kommen wirklich Unfälle vor?


Ja, vergleichsweise viele, früher mehr als Heute. Im Jahr 1930 zum Beispiel kam es in Alsdorf (nördlich von Aachen) zu einem schweren Unglück. 246 Bergleute verloren unter Tage ihr Leben.

Wie kann man sich gegen Schlagwetter schützen?


◦ Vermeiden jeglicher Zündfunken: kein Rauchen oder offenes Feuer
◦ Vermeiden elektrischer Funken: elektrische Geräte werden eingekapselt.
◦ Ständige Frischluftzufuhr nach unter Tage: das nennt man => Bewetterung
◦ Aufstellen von Sperren aus Wasser und Sand.
◦ Ständige Kontrolle des Methangehaltes

Siehe auch


=> Bergmannslexikon
=> Methan
=> eng





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