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Quasi-Bernoulli-Ketten


Werden so behandelt, obwohl sie es strenggenommen nicht sind


Basiswissen


Eine Bernoulli-Kette ist ein mehrfach wiederholtes Zufallsexperiment bei dem es als Ausgang (Ergebnis) bloß ja oder nein (Treffer/nicht-Treffer) gibt. Außerdem dürfen sich die Wahrscheinlichkeiten über die Versuchskette hinweg nicht ändern. So gesehen ergibt das Ziehen von Bällen aus einer Urne ohne Zurücklegen keine Bernoulli-Kette. Denn: mit jedem Ziehen eines Balles ändert sich die Wahrscheinlichkeit, eine bestimmte Art von Ball zu ziehen. Ist aber die Anzahl der Bälle in der Urne extrem groß (einige hundert) und wiederholt man das Ziehen nur wenige Male, dann ändern sich zwar die Wahrscheinlichkeiten, aber die Änderungen sind vernachlässigbar. Wenn man die kleinen Fehler akzeptieren kann, kann man solche Versuche als Bernoulli-Kette akzeptieren. Das klassische Anwendungsbeispiel sind Stichproben aus großen Grundgesamtheiten, zum Beispielen Umfragen unter einer großen Bevölkerung.

Siehe auch


=> Bernoulli-Kette [Hauptseite]





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