WH54 Fachwortlexikon
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Bildbeschreibung und Urheberrecht

Schüttwinkel


Definition und Beispiele


Basiswissen


Lässt man ein lockeres Material wie Sand immer auf die gleiche Stelle rieseln oder fallen, dann ensteht nach und nach ein Schüttkegel. Der Schüttwinkel ist der Winkel der Seitenböschung mit der waagrechten Bodenfläche. Je größer der Winkel, desto steiler der Kegel.

Wie ist der Schüttwinkel definiert?


Man gehe gedanklich an irgendeine Stelle auf dem Boden direkt am Rand des Schüttkegels. Diese Stelle heiße S. Sie ist der Scheitel (Spitze) des Schüttwinkels. Von S aus denke man sich eine gerade Linie direkt bis zur Spitze. Das ist der erste Schenkel des Winkels. Dann denke man sich von S aus eine zweite Linie die genau zur Mitte der Grundfläche des Kegels läuft. Die Grundfläche des Kegels ist der Kreis, wo der Kegel auf dem Boden liegt. Die Mitte liegt genau senkrecht unter der Spitze. Also: der zweite Schenkel des Winkels geht also von der S am Rand bis zur Mitte der Grundfläche. Der Winkel zwischen den beiden gedachten Geraden ist der Schüttwinkel. Er hängt vom Material ab.

Tipp


◦ Je kleiner der Winkel, desto flacher der Kegel
◦ Ton und Schluff sind sehr flach, Mehl eher steil.

Typische Werte für trockenes Material


◦ Ton: 25 Grad
◦ Schluff: 25 Grad
◦ Enggestufter rundkörniger Boden: 27,5 Grad bis 30 Grad
◦ Wattsand: 27,5 bis 30 Grad
◦ Kartoffeln, Zuckerrüben: 30 Grad
◦ Getreide: 30 Grad
◦ Eckiger, scharfkantiger Sand: 32 Grad bis 35 Grad
◦ Weitgestufter (sandiger) Kies: 32 Grad bis 37 Grad
◦ Braunkohle: 35 Grad
◦ Zucker: 35 Grad
◦ Salz: 40 Grad
◦ Streusalz: 32 Grad
◦ Zement: 40 Grad
◦ Scharfkantiges Geröll: 40 Grad
◦ Eisenbahnschotter: 40 Grad
◦ Erze: 40 Grad
◦ Steinkohle, Koks: 45 Grad
◦ Mehl: 45 Grad

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