WH54 Fachwortlexikon
Lernwerkstatt Aachen GbR
Mathematik | Physik | Chemie


Bildbeschreibung und Urheberrecht

Lorentzkraft


Kraft zwischen geladenen Teilchen und Magnetfelderzeuger


Basiswissen


Kräfte wirken immer zwischen zwei Körpern mit Masse. Körper meint hier Dinge, die eine Masse (z. B. in Kilogramm) haben. Bei der Lorentzkraft sind die zwei Körper:

◦ eine Masse mit einer elektrischen Ladung, hier kurz Ladung genannt,
◦ der Erzeuger eines Magnetfeldes, hier kurz Magnet genannt.

Um die Richtung und die Stärke der Lorentzkraft zu bestimmen, muss man wissen, wie die Magnetfeldlinien aussehen, die der Magnet erzeugt. Weiß man das, kann man folgende Regeln benutzen:

Die Kraft ist umso stärker ...


◦ je schneller sich die Ladung durch das Magnetfeld bewegt,
◦ je senkrechter sich die Ladung zu den Magnetfeldlinien bewegt,
◦ je stärker das Magnetfeld ist,
◦ je größer die Ladung ist.

Die Kraft wirkt nicht,


◦ wenn sich die Ladung parallel zu den Magnetfeldlinien bewegt,
◦ wenn sich Ladung und Magnetfeld zueinander nicht bewegen.
◦ wenn es keine elektrische Ladung gibt (z. B. normales Holz),
◦ wenn es kein Magnetfeld gibt.

Achtung, was gemeint ist


In vielen Büchern meint die Lorentzkraft nur die oben beschriebene Kraft von Ladungen in Magnetfeldern. Man nennt sie auch elektrodynamisch. "Dynamisch" verweist als Wortteil meistens auf Bewegungen. In manchen Büchern wird die elektrodynamische Lorentzkraft mit der elektrostatischen Coulombkraft zusammengefasst. Auch diese Summe wird dann Lorentzkraft genannt. Hier besteht also die Gefahr einer Verwechslung, was gemeint ist. Man muss dann genau nachlesen, was ein Autor mit dem Wort meint.

Siehe auch


=> Lorentzkraft anschaulich [Gedankenexperiment]
=> Lorentzkraft über rechte-Hand-Regel
=> Lorentzkraft über linke-Hand-Regel
=> Lorentzkraft mit Sinusformel
=> Lorentzkraft mit Vektoren
=> Bewegte Ladung
=> Lorentzwagen
=> Magnetpole
=> qck





© Sabine & Gunter Heim, 2020