WH54 Fachwortlexikon
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Bildbeschreibung und Urheberrecht

Interkontinentalrakete


Wehrtechnik


Basiswissen


Interkontinentalraketen sind ballistische Raketen hoher Reichweite. Nach dem raketengetriebenen Start erreicht das Projektil den erdnahen Weltraum, der weitgehend antriebslos auf einer ballistischen Bahn (suborbitaler Flug) bis zum Ziel durchflogen wird; die typische Reichweite beträgt 5.500 bis 15.000 km.

Startphase


Die Start- oder Boost-Phase – 3 bis 5 Minuten (bei Feststoffantrieb kürzer als bei Flüssigantrieb): ein Start mit steilem Abschusswinkel (weniger Luftwiderstand), nach etwa 2 Minuten Umlenkung in die Flugrichtung. Höhe bei Brennschluss zwischen 150 und 400 km je nach Flugbahn, eine Geschwindigkeit von 7 km/s (25.000 km/h) bis zur 1. kosmischen Geschwindigkeit.

Mittlere Flugphase


Die Mittlere Flugphase – etwa 25 Minuten – suborbitaler Flug in einer elliptischen Umlaufbahn, deren Apogäum eine Höhe von 1.200 km hat. Die große Halbachse dieser Ellipse hat eine Länge zwischen dem vollen und dem halben Erdradius; die Projektion der Bahn auf die Erde ist nahe zum Großkreis, leicht verschoben wegen der Erdrotation während des Flugs.

Wiedereintrittsphase


Die Wiedereintrittsphase, beginnend in 100 km Höhe – 2 Minuten Dauer – Einschlag mit einer Geschwindigkeit bis zu 4 km/s (14.400 km/h)

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Suborbital








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