WH54 Fachwortlexikon
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Induktive Statistik


Von der Stichprobe auf Grundgesamtheit schließend


Basisiwssen


Grundgedanke: man greift wahllos drei Haselnüsse aus einem großen Behälter heraus. Alle drei Haselnüsse zeigen ein rundes Loch in der Schale, sind also von einem Käfer innen bereits leer gefressen worden. Mit welcher Wahrscheinlichkeit wäre der Schluss richtig, dass von den insgesammt vielleicht 3000 Haselnüssen im Behälter alle von dem Käfer befallen sind? Die Frage ist nicht sicher beantwortbar. Die Unsicherheiten mathematisch zu handhaben ist der Gegenstand der induktiven Statistik. [1]

Begriffsklärung


In mathematischer Fachliteratur aber auch bei der Bezeichnung von Lehrstühlen und Instituten werden für die induktive Statistik auch die Begriffe Inferenzstatistik, schließende oder schlussfolgernde Statistik verwendet. Das ebenfalls übliche Synonym mathematische Statistik halten wir hier für unglücklich gewählt. Auch andere Gebiete der Statistik (etwa die beschreibende Statistik) verwenden mathematische Methoden. Das Attribut mathematisch sollte nicht der induktiven Statistik vorbehalten bleiben. Siehe mehr zu Begriffsklärung auf => Mathematische Statistik

Synonyme


=> Mathematische Statistik
=> Schließende Statistik
=> Induktive Statistik
=> Inferenzstatistik

Quellen


◦ [1] Die hier bevorzugte Definition findet sich auch in: Guido Walz: Spektrum Lexikon der Mathematik. Band 5: Sed bis Zyl; 2002; ISBN: 3-8274-9437-1

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