WH54 Fachwortlexikon
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Bildbeschreibung und Urheberrecht

Geothermische Tiefenstufe


Linearität


Basiswissen


Die geothermische Tiefenstufe ist die Tiefe, die man senkrecht nach unten gehen muss, sodass sich die Gebirgstemperatur um einen Grad Celsius erhöht. Der weltweite Mittelwert liegt bei 33 Metern.

Erläuterung


Eine geothermische Tiefenstufe von 33 Metern bedeutet: geht man 33 Meter in die Tiefe, steigt die Gebirgstemperatur um etwa 1° C an. Dieser Wert traf zum Beispiel recht gut auf das Aachener Steinkohlenrevier zu: in rund 900 Metern Tiefe herrschte eine Gebirgstemperatur von dauerhaft etwa 30 Grad Celsius.

Bis in welche Tiefe gilt diese Regel?


Die geothermische Tiefenstufe gilt für den Bereich der Erdkruste. Die Erdkruste umfasst die oberen 12 bis 35 km (je nach Dicke) der Erde. Bei der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB) wurden in 9000 Metern Bohrtiefe etwa 265° C gemessen, das passt näherungsweise gut auf den Wert von 30° C für 100 Meter. In größeren Tiefen (Erdmantel, Erdkern) gelten andere Funktionen. Siehe auch => Temperatur als Funktion der Tiefe

Beispielwerte


◦ Südafrika: 90 und 125 m/°C
◦ Gotthard (Alpen): etwa 50 m/°C
◦ Aachener Steinkohlenrevier: etwa 30 m/°C
◦ Schwäbischen Alb: etwa 11 m/°C

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