Bildbeschreibung und Urheberrecht Nachbarzehner als Alogismus

Uneinheitliche Handhabung bei fehlender Definition

Das Wort "Nachbarzehner" findet sich [Stand 2016] überwiegend in der Grundschulmathematik. Hier ist die Handhabung allerdings uneinheitlich. In Internetforen findet man viele entsprechende Diskussionen. Als Nachbarzehner werden der nächstkleinere und der nächstgrößer Zehner aus Sicht einer gegebenen Zahl betrachtet. Die Nachbarzehner von 14 wären also 10 und 20.

Problem

... tritt auf, wenn die gegebene Zahl selbst ein Zehner ist: Was sind die Nachbarzehner von 20? Intuitiv antworten die meisten Menschen mit 10 und 30. Dahinter liegt der Gedanke, dass eine Zahl nicht ihr eigener Nachbar sein kann. Tatsächlich verlangen viele Lehrer aber die Antwort 20 und 30. Dahinter scheint die Regel zu stecken: Ist eine Zahl bereits ein Zehner, so ist sie automatisch ihr auch ihr eigener linker (kleiner) Nachbarzehner. Eine Begründung war bisher [nicht auffindbar]. Denkbar wäre, dass diese Handhabung eine nahtlose Anbindung an das Runden auf Zehner. Bei der Handhabung mit dem identischen linken Nachbarzehner ließe sich die Logik auch für das Runden auf Zehner nutzen. Dieser Gedanken findet sich aber nirgends ausformuliert.

Hunderter, Tausender

Das Problem tritt analog auch bei den Begriffen Nachbarhunderter und Nachbartausender auf.

Lösung

Nachbarzehner sollte der Intuition folgen: die Nachbarzehner einer Zahl z sind der Zehner links und rechts von dieser Zahl. Eine Zahl ist nie ihr eigener Nachbar.

Siehe auch

=> Alogismen






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